Heizen mit Pellets – wie viel kostet das?

Der Winter naht heran - gerade hat die Heizsaison begonnen. Unter den vielen verfügbaren Heizmitteln erfreuen sich Pellets in Europa großer Beliebtheit. Kein Wunder, die kleinen Presslinge haben viele Vorzüge: sie sind ökologisch, verbraucherfreundlich und preisgünstig. Wie viel kosten Pellets eigentlich und wovon sind die Preise abhängig? Auf diesen Fragen antworten wir in diesem Artikel.

Was sind Pellets?

Bevor man sich für Pellets entscheidet, sollte man wissen, was diese eigentlich sind. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet Kügelchen oder Bällchen. Der Name leitet sich von der Form des Brennstoffes ab.

Dieser Heizstoff besteht aus Restholzen – Holzspänen und Sägemehl, die unter hohem Druck gepresst werden. Es ist auch zulässig, bei der Herstellung des Pellets Baumrinde oder Stroh zu verwenden. Der Durchmesser der kleinen Stifte beträgt 6 oder 8 mm.

Den Herstellungsprozess der Pellets nennt man Pelletierung, die in mehreren Arbeitsschritten erfolgt. Am Anfang muss das Holz aufbereitet – also zerkleinert – werden. Auf diese Weise entstehen Späne, die dann getrocknet, gereinigt und gemahlen werden. Danach wird das Produkt granuliert und abkühlt. Zum Schluss behebt man die Asche und der fertige Produkt wird zum Pelletsbehälter eingeliefert.

Herstellungsprozess

Einpackung und Lieferung

Am häufigsten wählen die Verbraucher Pellets in Säcken von je 15 oder 25 kg. Sackwaren lassen ich einfacher aufbewahren und bequemer benutzen als andere Formen von Brennstoffe. Die Säcke werden auf eine Palette geladen und an den Kunden geliefert. Sie sind eine gute Lösung für diejenigen, die ein eigenes Einfamilienhaus besitzen. Auf dem Markt sind auch so genannte Big Bags (750-1000 Kg) und lose Pellets verfügbar.

Vorteile von Holzpellelts

Es ist nicht mehr abzustreiten, dass immer mehr Leute versuchen, umweltbewusst und nachhaltig zu leben. Vielleicht ist das Heizen mit Biomasse deshalb so beliebt. Da Holzpellets aus einem nachwachsenden Rohstoff besteht und CO2-neutral verbrennt, ist das Heizen mit Pellets umweltschonend. Außerdem verwendet man für die Herstellung häufig Restholze aus Sägewerken und der Holzindustrie. Das bedeutet, dass Ressourcen und Umwelt geschont werden. Im Vergleich zu anderen Brennstoffen sind Pellets zudem verbraucherfreundlich. Vor allem sind sie dank der Aufbewahrung z.B. in Säcken leichter handzuhaben. Die Größe der kleinen Presslinge und der Säcke machen die Dosierbarkeit einfacher. Da bei diesem Brennstoff wenig Staub und Asche entsteht, können die Pelletöfen auch im Wohnzimmer stehen und die gemütliche Wärme direkt dort verbreiten.

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Die Vorteile von Pellets im Überblick:

  • umweltfreundlich,
  • der hohe Heizwert – (1 Tonne des Pellets ersetzt: 470 Liter Heizöl, 572m3 Erdgas, 0,79 Tonnen Öko-Erbsenkohle),
  • wenig Asche nach der Verbrennung (0,5 – 1,5%),
  • einfache Aufbewahrung (1 Tonne Sackwaren verbrauchen 2m3 Lagerfläche),
  • ökologisch (die Asche kann als Dünger genutzt werden),
  • keine chemische Bindemittel oder schädliche Substanzen,
  • Sauberkeit – Pellets verschmutzt weder den Raum und noch den Benutzer.

Preise von Pellets

Das Heizen mit Pelets ist auch preisgünstig. In Deutschland werden nur geringe Holzmengen genutzt. Dazu sind die Kosten für den Holzabbau niedriger als z.B. für die Kohlenförderung. Auch sollte in Betracht gezogen werden, dass zur Pelletproduktion die Rohstoffreste der Holzindustrie verwendet werden. Das hat Einfluss auf die Preise des Brennmaterials.

Preisentwicklung

Seit dem Jahr 2000 sind die Preise für Pellets gestiegen. Der Preisaufstieg war besonders im Jahr 2006 bemerkbar, der u.a. durch strenge Wetterbedingungen verursacht wurde. Die Kosten anderer Heizstoffen, wie Heizöl, Erdgas oder Steinkohle, stiegen allerdings auch an. Im letzten Jahr sind die Preise gesunken und liegen auf einem niedrigen Niveau. Aktuell kosten Pellets durchschnittlich 233,78 Euro pro Tonne. Das sind etwa 7 Prozent weniger als im Oktober 2014. Dank des hohen Heizwerts des Holzpellets braucht man ca. 5-6 Tonnen pro Jahr für ein Einfamilienhaus. Das kostet ca. 1402,68 Euro. Für das Heizen mit Öl muss man doppelt so viel zahlen.

Die Preise für Pellets sind relativ stabil. Selbstverständlich gibt es saisonale Schwankungen. Weil die Heizsaison immer mit einer Preiserhöhung verbunden ist, lohnt es sich, den Kauf der Pellets schon früher zu planen und im Frühjahr oder Sommer die Lieferanten auszuwählen. Zu dieser Zeit sind die Preise von Brennstoffen am niedrigsten (ca. 7-8% unter den Kosten im Herbst und Winter). Dazu umso weniger pro Tonne, desto mehr man kauft. Diesen Zusammenhang zeigt die Tabelle 2.

Preisvergleich – Deutschland

Auf dem deutschen Markt lassen sich auch regionale Unterschiede beobachten. Im Süden und in Mitteldeutschland sind die Preisen günstiger als im Norden und Osten. Ähnlich verhält es sich auch in Österreich. 1 Tonne Pellets bekommt man durchschnittlich für 230,70 Euro.

Pellets aus Russland oder aus Polen?

Die Deutschen kaufen Pellets sehr gern aus anderen Ländern, z.B. aus Tschechien, Russland und aus Polen. Dank der europäischen Normen ist die Qualität des Produkts ähnlich, aber die Kosten – für die Pellets und deren Lieferung – sind manchmal geringer. In Polen kostet 1 Tonne Pellets 165,92 - 223,53 Euro – ohne die Lieferung des Brennstoffes. Somit kostet das Heizen eines Einfamilienhauses 995,52 – 1341,18 Euro pro Jahr. Das ist zwar billiger als in Deutschland, aber es müssen die anfallenden Lieferungskosten berücksichtigt werden.

Verglichen mit dem Jahr 2012 lässt sich ein Preisanstieg in der Europäischen Union beobachten, obwohl in Deutschland die Preise fallen. In der EU beträgt der Preis durchschnittlich 210-330 Euro pro Tonne (mit Lieferung).

Russland hat mit dem Pellet-Export später gestartet als andere europäische Länder. Dennoch ist dieses Land jetzt ein wichtiger Hersteller. Die Preise von Holzpellets sind hier sehr günstig. 1 Tonne kostet 29,01 – 101,54 Euro. Das bedeutet, dass man für die ganze Hizsaison 174,06 – 645,24 Euro ausgeben muss. Das sind selbstverständlich nur die Kosten für das Produkt, ohne Lieferung. Billiger sind Pellets aus Sonnenblumenhülsen – sie kosten ca. 58,021 Euro pro Tonne. Man kann diese sogenannten Agropellets aber auch schon für 29,01 Euro erwerben. Russland ist für diese Agropellets bekannt. Das bedeutet aber nicht, dass in diesem Land keine gute Holzpellets verkauft werden.

Preise in verschiedenen Ländern

Qualität – dafür bezahlt man auch

Es ist verständlich, dass die Kosten in verschiedenen Länder, Regionen und zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedlich sind. Neben der saisonalen und regionalen Preisschwankungen gibt es auch Unterschiede hinsichtlich der Qualität und Form der Pellets. Lose Pellets sind billiger als eingepackte. Dieser Unterschied ist allerdings schwer zu bestimmen – es hängt von dem einzelnen Hersteller ab. Lose Pellets können z.B. 229 Euro pro Tonne kosten, in Säcken 258 Euro. Also 30 Euro Preisunterschied – das ist der Preis für Bequemlichkeit.

Dazu gibt es auf dem europäischen Markt verschiedenen Holzpelletsorten, die sich in ihrer Qualität unterscheiden. In Deutschland und Österreich haben die Normen für die Herstellung von Pellets bereits früher gegolten. Im Jahr 2011 wurde in ganzen Europa das Zertifikat ENPLUS eingeführt. Die Hersteller aus der Europäischen Union können sich um diesem Zertifikat bewerben, wenn ihre Produkte die Norm EN-14961-2 erfüllen. Was das bedeutet? Die ENPLUS-Pellets sollen von höchsten Qualität sein, einen hohen Heizwert und entsprechende Größe besitzen, also ergiebig sein. Neben den Eigenschaften des Produkts werden auch die Lagerungs- und Lieferungsbedingungen bewertet. Die ganze Produktionskette wird also kontrolliert. Da der Produktions- und Lieferungsprozess regelmäßig geprüft wird, müssen die Hersteller eine andauernde Qualität bei der Produktion sicherstellen, damit das Zertifikat nicht verfällt.

Im Rahmen der Norm EN-14961-2 gibt es drei Pelletklassen: A1, A2 und B. Für Einfamilienhäusern wird die A1-Klasse empfohlen: das Produkt der höchsten Qualität. Pellets der A2-Klasse weisen einen höheren Aschegehalt auf. In die niedrigste Klasse – B – fallen Industrie-Pellets, die kaum für das Heizen von Wohnungen geeignet sind.

Eine höhere Qualität bedeutet auch höhere Kosten. Die ENPLUS-Pellets kosten manchmal pro Tonne 200 Euro mehr als Produkte ohne Zertifikaten. Die Preise sind hier aber unterschiedlich – alles hängt vom Hersteller ab. In Deutschland gibt es immer mehr ENPLUS-Holzpellets – im letzten Jahr verkauften bereits 90% der Lieferanten zertifizierte Produkte. Allerdings ist der Brennstoff mit Zertifikat seinen Preis wert. Dank der besseren Pellets werden die Anlagen selten beschädigt. Dadurch können später Reparaturkosten vermieden werden.

Anschaffungskosten

Es lässt sich nicht bestreiten, dass im Vergleich zu anderen Heizarten die Anschaffungskosten beim Pellet höher sind. Aber diese Investition lohnt sich. Pellets kosten weniger als andere Brennstoffe und ermöglichen es tatsächlich, Geld zu sparen. Die Anschaffungskosten betragen 17.000 - 18.000 Euro (komplette Pelletheizung mit Montage). Die Verbraucher, die sich für erneuerbare Energie entscheiden, können sich um Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bewerben. Für Pelletheizung kann man ca. 36 Euro pro kW bekommen. Das bedeutet, dass man allgemein 1400 bis 3600 Euro erhalten kann.

Jetzt ist klar, dass Holzpellets wirklich preisgünstiger sind. Egal, ob man den Brennstoff in Deutschland oder im Ausland kauft, ist diese Art zu Heizen billiger als andere Heizmaterialien. Um die besten Lieferanten zu finden und Angebote zu vergleichen, benutzen Sie einfach unsere Internetseite.

Kommentare (1)

21. August 2016 00:17

Jeana

Ringrazio Francesco per il suggerimento.Vi invito ad attenervi al tema: non è possibile che qualsiasi cosa io proponga su queste pagine si debba sempre finire a parlare del movimento dei neocatecumenali (un movimento ecclesiale che ha gli statuti approvati dalla Santa Sened…Qua)to al tema delle regionali del Lazio, mi sembra che ne abbiate discusso abbondantemente sul thread dedicato alle parole di Bagnasco.

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